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Ziel der Handaufzucht soll ja von Anfang an ein zahmer, familienverträglicher Papagei sein.
Leider funktioniert das jedoch nur bis zu einem gewissen Grad, denn jeder Papagei verliert durch die Handaufzucht auch die angeborene Scheu vor der Hand, d.h. sie wird als „Artgenosse“ angesehen und wird auch dementsprechend behandelt (gebissen).
Meist suchen sich derartig aufgezogene Papageien auch ein bestimmtes Familienmitglied als Partner aus und alle anderen können dann schon mal als Konkurrenz angesehen werden, mit den dazugehörigen Angriffen. Dies passiert sehr häufig auch erst mit Eintritt in die Geschlechtsreife.
Auf alle Fälle will eine Handaufzucht rund um die Uhr Kontakt zu den Menschen haben, was natürlich nicht immer realisierbar ist, sprich im Urlaub, bei Wochenendausflügen, im Krankheitsfall. Dies kann letztendlich dazu führen, dass der Papagei frustriert ist, ständig schreit, aggressiv wird und/oder anfängt sich „auszuziehen“, also ein Rupfer wird.
Wie können diese potentiellen Probleme umgangen werden?
An oberster Stelle steht da, dass ein Papagei niemals alleine gehalten werden soll – jeder Vogel braucht einen gegengeschlechtlichen Artgenossen als Partner und entsprechenden Platz. Viele Aggressionen entstehen durch zu kleine Käfige. Die empfohlenen Mindestanforderungen an die Haltung von Papageien, speziell die Volierengröße, sollten eingehalten werden.
Vögel aus der Naturbrut/ begleiteten Naturbrut werden ebenso zahm und zutraulich, wie die Handaufzuchten, haben aber den großen Vorteil, dass sie nicht einfach mal so in die Hände beißen. Sie haben ihren natürlichen Instinkt nicht verloren und trauen es sich einfach nicht.
Es gibt auch eine interessante Untersuchung über das unterschiedliche Verhalten Handaufzucht-Naturbrut - Original (engl. PDF-Datei) und einen von der Autorin (des Ursprungsartikels) erstellten deutschsprachigen Auszug.
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